
BNN vom 17.10.2005
Blick hinter Kulissen und Berufe von A bis Z
Regionaltag lockt rund 25 000 Besucher in Bildungsstätten
Von unserem Redaktionsmitglied Bernd Kamleitner
Karlsruhe. Eine gute Aus- und Weiterbildung gewinnt immer mehr an Bedeutung. In der Technologieregion Karlsruhe finden Interessierte eine breite Palette an Möglichkeiten, einen ihrer Neigung entsprechender Beruf zu erlernen und sich permanent weiter zu qualifizieren. Unter dem Motto „BildungsReich“ lockte deshalb gestern der Regionaltag mit rund 240 Veranstaltern zwischen Bühl und Bretten. In ersten Bilanz zeigten sich die Veranstalter zufrieden mit der Resonanz auf das umfangreiche Angebot. Um die 25 000 Besucher warfen einen Blick hinter die Kulissen von Schulen, beruflichen Bildungseinrichtungen und Hochschulen.
Der Besuch beim offiziellen Auftakt des inzwischen 3. Regionaltags mit einer Podiumsdiskussion zum Thema berufliche Bildung in einer globalisierten Welt im Durmersheimer Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium war zwar noch etwas verhalten, doch im Laufe des Tages stellten sich an vielen Orten die erhofften Besucherzahlen ein. Ob im Beruflichen Bildungswesen bei Daimler-Chrysler in Gaggenau, in der neuen Realschule in Bühl oder bei der Ausbildungsmesse im Haus der Wirtschaft in Karlsruhe oder beim Tag der offenen Tür der Hochschule für Technik, der ehemaligen Karlsruher Fachhochschule: vor allem junge Menschen nutzten die Gelegenheit, sich ein Bild von den vielfältigen Bildungschancen zu verschaffen. „Einen solchen Überblick hat man selten“, lautete vielfach der Kommentar der Besucher. 170 Betriebe, präsentierten Jobs von A wie Altenpflegerin bis Z wie Zimmerer.
Die Abschlussveranstaltung gestern Abend im Haus der Wirtschaft hatte ihren Höhepunkt mit der Verleihung des Innovationspreises der Technologieregion. Er ging an Professor Armin Bolz vom Institut für Biomedizinische Technik an der Uni Karlsruhe. Dort wurde der Cardio-Wecker entwickelt, der herzkranken Menschen ermöglicht, in der gewohnten Umgebung zu bleiben und im Notfall schnelle medizinische Hilfe verspricht. Über einen Brustgurt werden Herzdaten erfasst. Bei einem Herzanfall alarmiert eine Telefonstation den Notarzt – auch bei Bewusstlosigkeit des Patienten.


